Bundesweite Aktionswoche der Schuldnerberatungsstellen
Im Juni (15.06. – 19.06.2026) jährte sich die bundesweite Aktionswoche der Schuldnerberatungsstellen. Dieses Jahr stand das Pfändungsschutzkonto (kurz P-Konto) im Fokus.
In Deutschland kommt es monatlich zu rund 300.000 bis 350.000 Kontopfändungen. Ohne die Einrichtung eines Pfändungsschutzkontos wäre ein Zugriff auf eingehende Gelder nicht mehr möglich. Für viele Betroffene ist das P-Konto deshalb von existentieller Bedeutung.
Die Schuldnerberatung des Vereins berät Betroffene zu den Regelungen des Pfändungsschutzkontos und erstellt kostenlos Bescheinigungen für die Erhöhung des Pfändungsfreibetrags auf dem Konto. Allein im letzten Jahr hat unsere Beratungsstelle 299 Bescheinigungen für Konten ausgestellt.
Trotz klarer gesetzlicher Regelungen kommt es in der praktischen Umsetzung immer wieder zu Problemen. Auf diese Schwierigkeiten haben die Schuldnerberatungen der Stadt Dresden in einer gemeinsamen Aktion aufmerksam gemacht. Am 11.06. und 12.06.2026 wurden in ganz Dresden Bankfilialen aufgesucht und ein Positionspapier übergeben, welches die häufig auftretenden Problemlagen benennt. Viele Krisen könnten bei korrekter Umsetzung vermieden werden. Ein Austausch und Dialog mit den Banken ist ausdrücklich gewünscht.
Eine gemeinsam herausgegebene Pressemitteilung der Dresdner Schuldnerberatungen zu den Herausforderungen des P-Kontos soll zusätzlich die breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren.
Es bleibt zu hoffen, dass in Zukunft mehr Hürden überwunden und Schwierigkeiten abgebaut werden.
Pressemitteilung: Aktionswoche
